HOBIE ALTER
Branchenpionier und Innovator
Hobart „Hobie“ Alter war der Gründer der Hobie Company, eines weltbekannten Herstellers, der Surfbretter, die Hobie Cat-Katamaran-Segelbootlinie und natürlich Skateboards herstellte. In den 1960er und 1970er Jahren wurde die Marke Hobie zu einem der größten Namen im Skating. Das Unternehmen förderte eifrig den Sport und sponserte einige der berühmtesten und innovativsten Fahrer des Tages.
Geboren und aufgewachsen in Ontario, Kalifornien, machte sich Hobie Alter einen Namen im Surfen, bevor er sich dem Skateboarding zuwandte. Alter’s frühe Begegnungen mit dem Surfen kamen über das Ferienhaus seiner Familie in Laguna Beach. Im Sommer 1950 begann der Teenager aus Südkalifornien, 9-Fuß-Balsawood-Surfbretter für sich und seine Freunde herzustellen. Bald genug wurde Hobies sogenanntes Hobby zum Geschäft. 1954, im Alter von 21 Jahren, eröffnete Hobie seinen ersten Surfshop in Dana Point. Der Hobie Store war ein Meilenstein, da er Berichten zufolge auch der erste Surfshop war, der seine Türen in Südkalifornien öffnete. Nach zahlreichen Experimenten mit Schaumstoff- und Glaskonstruktionen gelang Hobie 1958 der Durchbruch und brachte die ersten Foam & Glass Surfboards auf den Markt. Die Veröffentlichung des Hollywood-Films Gidget im Jahr 1959 trug zur Popularisierung des Surfens bei und schuf eine neue Nachfrage nach Surfbrettern. Hobie profitierte davon und das Surfbrettgeschäft seiner Firma nahm Fahrt auf.
Die Veröffentlichung von Gidget fiel auch mit der Herstellung der ersten bekannten kommerziellen Skateboards zusammen. Der Skee-Skate wurde 1959 produziert und bald folgten weitere Serien-Skateboards. Diese ersten kommerziellen Skateboards, ähnlich wie die üblichen hausgemachten Boards des Tages, verwendeten Stahlrollschuhräder und waren schwer zu manövrieren.
1962 machte sich Hobie daran, das zu verbessern, was damals nur Spielzeug war, und tat sich mit Mark Richards im Surfshop Val Surf im San Fernando Valley zusammen, um eine professionelle Linie attraktiver Hochleistungs-Skateboards zu entwerfen und herzustellen. Jede Firma setzte ihren eigenen Namen auf die Bretter, hergestellt von einer Holzmöbelfirma im nahe gelegenen Los Angeles. 1964 ging Hobie eine Partnerschaft mit der Vita-Pakt Juice Company ein und gründete die Marke Hobie Skateboards und das Hobie Super Surfer Skateboard Team. Zu den Mitgliedern gehörten Woody Woodward, die Hilton Brothers, Danny Schaefer, Danny Bearer, Wendy Bearer und George Trafton. Ein weiteres Teammitglied, Patti McGee, wurde Hobies erster und einziger professioneller Skater der Ära und brachte der Marke noch mehr Aufmerksamkeit.
Die 1970er Jahre brachten nicht nur neue Technologien hervor, die die Zukunft des Skateboardens prägen würden, sondern auch neue Fahrer, die Innovationen in den Vordergrund stellen würden. Das Hobie Skateboard Team der 1970er Jahre bestand aus einigen der größten Fahrer des Tages. Mike Weed und Skitch Hitchcock legten 1975 den Grundstein, als sie im ersten Skateboard-Spielfilm Spinn’in Wheels auftraten. Weitere Teammitglieder waren Gregg Weaver, Kim Cespedes, Garrison Hitchcock, Bob Skoldberg, Ed Nadalin, Steve Shipp, Dale Smith und John „Woody“ Woodstock von der Ostküste. Zu den späteren Hobie-Mitgliedern gehörten Legenden wie Eddie „El Gato“ Elgueria, Darrell Miller, Kevin Moore, Curt Kimball, Steve Evans und Charlie Ransom.
In den frühen 1980er Jahren begann Skateboarding einen weiteren Niedergang. Die Marke Hobie und ihr Team traten leise in den Hintergrund, als neue Hersteller und Fahrer ins Rampenlicht rückten. Nichtsdestotrotz gab Hobie Alter dem Skateboarding in zwei kurzen Jahrzehnten den nötigen Schub und legte den Grundstein für die Zukunft. Dies wird durch die Tatsache unterstrichen, dass sich die meisten Skater aus den 1960er Jahren nur an eine Marke erinnern können — Hobie — und oft war dies auch ihr allererstes Skateboard.
von Craig Snyder

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